Obotritia in a Nutshell

Das Corps Obotritia ist eine Studentenverbindung, gegründet am 17. März 1861. Wir sind ein sog. Corps, das sich von anderen Verbindungstypen (wie Burschenschaften, etc.) insofern absetzt, als dass wir keiner religiösen, politischen oder sonst einer Ausrichtung folgen. Mit Corps wird im Allgemeinen das Toleranzprinzip assoziiert. Will heißen: Mitglied werden kann jeder, der männlich ist und im Darmstädter Raum studiert. Politische oder sexuelle Orientierung, Hautfarbe, soziale oder ethnische Herkunft etc. spielen hierbei keine Rolle.

Wie es bei den meisten Verbindungen üblich ist, sind sie nach ihrer Herkunft benannt, worauf auch ihre Farben zurückgehen. Die Obotriten waren ein Slavenstamm,  der sich nach der Völkerwanderung in Mecklenburg ansiedelte. Unsere Farben, blau-gelb-rot, rühren von den mecklenburgischen Landesfarben. Das Corps Obotritia geht aus der ehemaligen Landsmannschaft Obotritia hervor, die in Hannover gegründet wurde.

Wir sind Mitglied des „Weinheimer Senioren Convent“, kurz WSC. Der WSC und damit auch die angehörigen Verbindungen stehen zur Bestimmungsmensur. Mehr dazu hier.

Das Corps Obotritia zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass wir ein wirklich bunter Haufen sind, in dem nicht nur studientechnisch so ziemlich alles zu finden ist.

Die Aktivitas

Die Aktivitas lässt sich als das Gegenstück zu den alten Herren verstehen. Es sind diejenigen, die noch studieren. Unsere Aktivitas setzt sich aus den verschiedensten Studiengängen zusammen, Wirtschaftsingenieure aller Bereiche, Maschinenbauer, Elektrotechniker, Informatiker, Mikrobiologen und Chemiker, Architekten, Pädagogen und Juristen.

Wie kannst Du davon profitieren? Durch die vielen vertretenen Studiengänge steht stets ein Ansprechpartner zur Verfügung. Ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Studium.

Doch nicht nur das Studium profitiert vom Corpsleben. Durch regelmäßige Veranstaltungen gibt es verschiedene Förmlichkeiten – sei es die Moderation von Meetings, oder einfach zu wissen, wie man sich auf einem Ball gibt. Wir wollen keine elitären Schnösel ausbilden, sondern vielmehr charakterfeste Persönlichkeiten heranziehen, die Führungsqualitäten aufweisen, teamfähig und organisiert sind.

Natürlich darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Gemeinsame Aktionen dienen dazu, unser Haus in Schuss zu halten und gemeinsam etwas zu bewegen. Das kann ein organisierter, groß angelegter Frühlingsputz sein, oder auch eine  spontane Grill-Aktion, Pokerrunde oder Wanderung durch die Weinberge.

Von "Alten Herren" und dem Networking

Alte Herren sind diejenigen, die ihr Studium abgeschlossen haben und im Berufsleben stehen - sie sind also nicht zwangsläufig alt.

Bei Studentenverbindungen denkt man oft direkt auch an das Networking. Mehr oder minder abfällig, mit der Unterstellung, dass wir uns die Plätze in den Spitzen gegenseitig reservieren würden. Ganz so richtig ist das nicht. Sicherlich, man lernt in recht kurzer Zeit einige erfolgreiche Menschen kennen, von denen auch einige gerne zur Unterstützung zum Berufseinstieg bereit sind. Aber dass das ein Selbstläufer ist, ist ein Trugschluss. Wer Karriere macht, hat auch einen Ruf zu verlieren. Wer einen untauglichen Kandidaten vermittelt, wird unglaubwürdig.

Für uns versteht sich der Networking-Begriff völlig anders: Wer einen guten Job haben will, muss schwer dafür arbeiten. Networking bedeutet für uns, dass die Alten Herren mit Rat und Tat im Studium zur Seite stehen – und auch kein Blatt vor den Mund nehmen, wenn gesagt werden muss, wenn jemand dabei ist, einen Bock zu schießen. Das muss keine Prüfung sein, das kann schon die ganze Herangehensweise an das Studium sein, oder auch „nur“ die Selbstdisziplin. Das ist das Netzwerk wie wir es erleben. Einmal im Semester setzen sich einige alte Herren mit jedem Einzelnen zum Studiencoaching zusammen. Hier kann man sich hilfreiche Tipps abholen, und ein kleiner Mecker hat schon den einen oder anderen wieder auf die gerade Bahn gebracht.

Doch der Zuständigkeitsbereich der Alten Herren beschränkt sich nicht auf den Berufseinstieg. So haben wir beispielsweise Leute aus den verschiedensten Sparten, die informative Vorträge über Geschichte und gegenwärtige Themen halten: Von Russlands streben nach Eisfreien Häfen über Sensornetzwerke bis hin zur Finanzkrise - alles was das Studentenherz begehrt.